ANEMONE TUBE - DEATH OVER CHINA
CD released in collaboration with Tophet Prophet (IL)
Limited edition of 731 hand-numbered copies, packaged in a luxurious 5 panel folder with metallic/black print, 19 x 14 cm, packaged in transparent bag
Artwork by Anemone Tube

Tracklist
1 Black death rise
2 I shall forever invoke
3 Prayerwalk
4 Brooding haze
5 The announcement (Death over China)
6 The descecration from within

anemone tube - death over china

death over china packaging

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One year after the highly acclaimed "Dream Landscape" CD ANEMONE TUBE returns with the new concept album "Death over China".

No country in history has emerged as a major industrial power without creating a legacy of environmental damage that can take, if at all possible, decades to undo. China`s rise as an economic power has no clear parallel in history; thus, its pollution problem has shattered all precedent developments.

"Death over China" is a retaliation of nature against humankind. In the same moment it is a dedication to our untamed curiosity for the essence of death and our (inherent in our collective action) secret death wish. In China`s uncompromising economical and social development we see demonstrated, how we - even with the immolation of our health, environment and tradition - are the servants to material progress. Though we are aware of the approaching ecological disaster, we hazard the consequences. Sustainability is sacrificed on the altar of egoist quest for happiness. We consume, we destroy, we thrive, we conjure: "Deathly kingdom of desire, you sustain the life in me, Black death rise!"

Using field recordings, collected in Nanjing and Shanghai in 2007, ANEMONE TUBE creates an unsettling yet intriguing, apocalyptic soundtrack with a sinister atmosphere and a depressive undertone - a unique blend of dark ambient, post industrial and power electronics in the tradition of European industrial music.

"Death over China" is the second part of "The Suicide Series", for which field recordings provide a conceptional basis. In a poetic way ANEMONE TUBE combines analytical realism of the phenomenal world with buddhist psychology and nihilist rhetoric influenced by the works of Michael Haneke, Hayao Miyazaki, H.P. Lovecraft and Yukio Mishima.All music recorded between July 2007 and December 2009.

Mastered by JAMES PLOTKIN 2010. Definitely ANEMONE TUBE`s best and most mature album yet.

www.anemonetube.de - www.myspace.com/anemonetube


REVIEWS

"Nur ein Jahr nach dem großartigen „Dream Landscapes“ erscheint nun mit „Death over China“ das neue Anemone Tube Album und übertrifft alle Erwartungen. Optisch wurde der Longplayer an das Format und Design seines Vorgängers angepasst und kommt im ausklappbaren Digipack. Das Cover zeigt eine Photographie einer von Schmerz entstellten Skulptur, die eines der Themen des Albums vorwegnimmt – den menschlichen Körper.

Den Informationen im Inlay entnimmt man, dass das Werk fast ausschließlich auf der Basis von Field Recordings komponiert wurde, die 2007 in Nanjing und Shanghai aufgenommen wurden. Lediglich zwei Stücke greifen zusätzlich auf einen Synthesizer zurück. Im Falle des zweiten Tracks „I shall forever invoke“ wirkt dieser als untermalendes Ambient-Bett und hält die collagenartigen Sound-Fragmente mit ruhigen Harmonien zusammen. Ansonsten regiert auf „Death over China“ die Dekonstruktion. Die teils bis zur Unkenntlichkeit verfremdeten Field Recordings arbeiten gegeneinander, zersetzen sich, und lösen sich auf. Im Hintergrund laufen Sprach-Samples, die weder inhaltlich verstehbar, noch einer eindeutigen Provenienz zuzuordnen wären. Das Sounddesign ist sehr aggressiv angelegt und deutlich power-electronics inspiriert, bleibt allerdings ausgewogen und deckt meist größere Frequenzbereiche ab. Beim Hören werden Emotionen von Beklemmung bis Unwohlsein evoziert, die durch die unverständlichen und realitätsentfremdeten Vokal-Passagen nur noch verstärkt werden. Im fünften Stück „The announcement (Death over China)“ findet das Album seinen vorläufigen Höhepunkt und kulminiert in einem sich immer wieder wiederholenden Sprach-Loop, der sich einem Bohrer gleich in die Gehörgänge fräst. Hier werden Beklemmung und Bedrohlichkeit so stark, dass sie eine fast physische Dimension erreichen.

Die Körperbetonung des Albums kann nicht nur im Cover gefunden werden, sondern zieht sich auch durch die zahlreichen Photographien und Bilder der aufklappbaren Mappe. Neben einem Gemälde des englischen Malers Herbert James Draper (Ulysses and the Sirens) kamen ausschließlich Photographien aus China zur Verwendung. Diese in schwarz/weiß und gold abgedruckten Illustrationen sind ähnlich dem warburgschen Bilderatlas angeordnet, entstammen unterschiedlichsten Kontexten und lassen doch Assoziationen zu der uns so fremden Kultur zu. Dem Körper wird, mit der in gleich drei Abbildungen gezeigten Leng Tch’e Folter, ein besonderer Raum zuerkannt. Diese 1905 auf Bild gebannte Form der Hinrichtung wurde dem westlichen Publikum zuerst durch Georges Bataille bekannt, der diese Darstellungen in sein Werk „Die Tränen des Eros“ aufnahm. Seit dem findet dieses zum Symbol für Transgression gewordene Motiv immer wieder seinen Niederschlag vielen Werken, wie zuletzt im Spielfilm „Martyrs“ (2008, R: Pascal Laugier). Dass diesem Bild hier nun religiöse Abbildungen gegenüberstellt werden, eröffnet eine assoziative Verbindung zwischen sakralen und juristischen Prozessen und problematisiert deren Interdependenz.

„Death over China“ gewinnt durch diese Verschmelzung intertextueller Verweise und Zitate und ordnet sich so in einen Diskurs ein, der kulturelle und spirituelle Grenzphänomene fokussiert. Akustisch und visuell liefert Anemone Tube hierzu einen fruchtbaren Beitrag auf hohem ästhetischem Niveau. Das Album macht die thematisierte körperliche Grenzerfahrung erlebbar und auf einer emotionalen Ebene spürbar. Ein wichtiger Beitrag in umfassend gelungener Ausführung – sehr empfehlenswert!"

Ikonen Magazin, Patrick Kilian

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"Asche über mein Haupt, dass Anemone Tube bisher nicht im Kulturterrorismus Erwähnung fanden, dessen neue Arbeit “Death Over China” fast ausschließlich auf Feldaufnahmen beruht, deren Ursprung in Nanjing und Shanghai liegen, welche brillant die Vergeltung von Mutter Erde gegenüber der menschlichen Rasse in Szene setzen bzw. vor Augen führen.

Mit Topeth Prophet (Israel) & Silken Tofu (Belgien) publizieren zwei renommierte Manufakturen die zwischen 2007 und 2009 entstandene Publikation “Death Over China” des in Berlin ansässigen Projektes Anemone Tube, das in einer edlen Pappverpackung, die das gewählte Thema mittels perfekt ausgesuchter Bilder eindrucksvoll vor Augen führt

Kein anderes Land als China zeigt besser wirtschaftlichen Aufstieg (wie den daraus resultierenden Wohlstand) und gleichzeitigen Verfall, der sich an katastrophalen Menschenrechten, Zerstörung der Natur usw. widerspiegelt, welcher letztendlich im totalen Untergang (Wie er ausschaut? Keine Ahnung!) endet. Im Endeffekt kann Mutter Erde dabei zuschauen, wie wir die Menschen uns selbst ausrotten (gleich einer Art Todessehnsucht!), den alle Naturkatastrophen sind hausgemacht.

“Death Over China” bildet zusammen mit dem Minialbum “Dream Landscape” (2010, Silken Tofu) den Auftakt zur “The Suicide Series”, die sich auf analytischem Realismus, buddhistischer Psychologie & nihilistische Strömungen der sich auf die Autoren Michael Haneke, Hayao Miyazaki, H.P. Lovecraft & Yukio Mishima stützt wie begründet. Passend zum Kontext erschuf Anemone Tube auch selbst ein paar Zeilen, woraus das folgende Zitat stammt:

Black Death Rise | Embrace Me With Your Arms | Derift With Me, Dive With Me | Obscure Me From The Sun | Bear Me Away | Into Your Saturnine Silence

Black Death Rise | Devour Me With Your Haze | Fuck With Me, Thrive On Me | I Shall Forever Invoke | Deathly Kingdom Of Desire | You Sustain The Life In Me | Black Death Rise

Insgesamt eine spannende Thematik, deren Anfänge meiner Ansicht nach im alten Rom liegen, das eine ähnliche Entwicklung durchmachte wie Deutschland (Wir sind im letzten Stadium Dekadenz und Verfall) aktuell, welche irgendwann auch auf China zutrifft, die sich im Gegensatz nur rasanter wie extremer selbst hinrichten

Aus musikalischer Sicht präsentieren Anemone Tube mit „Death Over China“ einen sperrigen Industrial/ Noise Soundtrack, der zu 99% aus verfremdeten Feldaufnahmen besteht, wodurch den Konsumenten ein fiktiver Spaziergang (basierend auf Originalgeräuschen) durch die Städte Nanjing & Shanghai erwartet, welcher unverblümte Einblicke in die dort vorherrschenden Zustände gibt, die im Kopf einen schleichenden Tod versinnbildlichen. Vor allem die große Bandbreite an unterschiedlichen Sprach- wie Tonsamples machen aus diesem erdrückenden Opus ein Licht für Freunde der anspruchsvollen Geräuschwelten, aber auch für Industrial- wie Noise Fetischisten, zu deren Favoriten besonders Formationen aus den Häusern Malignant Records & Tesco zählen. Wer nur die absoluten Schmankerl der Szenerie sammelt, kommt um den Kauf von “Death Over China” (limitiert auf 731 Exemplare) nicht umher, das alleine aufgrund seiner Ausdruckskraft (welche total vereinnahmt) zu den Anwärtern auf die “Platte Jahres 2011″ zählt.

Fazit: Individuen, die nach einer Vertonung des schleichenden Endes der Welt suchen, sollten sich dieses Meisterwerk “Death Over China” von Anemone Tube faktisch nicht entgehen lassen – meine absolute Empfehlung."

Kulturterrorismus, Raphael Feldmann

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"Je plaat als motto een citaat van Dürrenmatt meegeven: "A story is not finished, until it has taken the worst turn", ga er maar aan staan. Wie vrolijk rondhupst op zachtmoedige deunen zou per nu de back-knop gebruiken. Alhoewel: was je hier dan überhaupt geweest, gezien de titel alleen al?

Na Dream Landscape van vorig jaar is dit het tweede deel uit Anemone Tube's reeks die The Suicide Series heet. Verder is hij vast een heel aardig jongen hoor, vast. In zijn field recordings zoekt Anemone Tube echter de zieke kanten, dood en verderf op in de vorm van noisy cityscapes. Dat piept en knarst en toont een wereld van voorwaarts ploegende machinerie, ten koste van alles; waarin de mens als bijproduct van een zogenaamd welvarende samenleving in krottenwijken en andere deplorabele toestanden niets anders rest dan suïcide.

Let wel: dit is de context die Anemone Tube zélf biedt en, overigens, ook overweldigend indringend laat horen. Hij exploreert de dood en de doodwens inherent aan menselijke ontwikkeling, volgens hem. Hij slaat terug met bijna onmenselijk geluid, dat de nieuwe mensen natuur is, per se; versterkt en vervormd. Deze muziek koppelt tegelijk nihilisme aan boeddhisme aan analytische research en overpeinzing. Het resultaat is loodzwaar, piepend en krakend in zijn voegen; zwart, naar en naargeestig. Mishima en Haneke hebben hun sonische gelijke gevonden. Dit is geen muziek voor een kaarslichtdiner of een voospartij op de bank.

Dit is geen muziek voor feesten en partijen en het is maar helemaal de vraag of Anemone Tube met deze immense hoeveelheid 'noise' zijn doel weet te bereiken: op zijn minst een eye-opener te zijn ten overstaan van het verderf en daarmee ook een agent in een call for action. Wie wel houdt van een fikse mep diepgelaagde power-dark ambient is hier aan het goede adres en beleeft minimaal een ear-opener van jewelste."

Kindamuzik, Sven Schlijper

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Anomene Tube is a noise-project formed in the Southern part of Germany in 1996. Strong influences to the compositional approach of the project is the nihilistic rhetoric works of Michael Haneke, Hayoao Miayazaki and H.P. Lovecraft combined with buddhist psychology and concrete sounds from the real world. All tracks of this album titled "Death over China", are exclusively developed from the use of field recordings. The piece "I shall forever invoke" is the only piece where there are integrations of synthesizer. For this particular piece the synthesizers adds a nice atmospheric soundscape on the background of field recordings. The piece "Prayer walk" is an abrasive beast where the noise drones makes a pure impact on the listener. Screeching noise drills into the ears with additions of distant voices adding a great apocalyptic atmosphere to the piece. Also the piece titled "Brooding haze" drills a deep impression into the listener thanks to the monotonous high frequency noise-sounds operating on top of crushing power electronics and concrete metal sounds. "Death over China" is a part of the so-called "Suicide Series" - a series that aims to express the self-destructive tendency by the modern population due to the social and highly industrialized global development. The album comes in a beautiful art-work in dvd-sized format with early photographs and paintings from early 20th century. Excellent work of noise art.

Vital Weekly # 787, NM

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